Du kannst den Wald verlassen, der Wald aber verlässt dich nie! -Storl

Hallo meine Lieben,

es liegt jetzt schon ein Weilchen zurück, dass ich „Wir sind Geschöpfe des Waldes„* von Wolf-Dieter Storl gelesen habe. Eigentlich Dr. Phil. Storl, doch auf diesen Titel scheint der bescheiden wirkende Verfasser nicht viel zu geben. Was seine Sympatie bei mir nochmals steigert. Beispiele wie Guttenberg und High Society Unis, haben gezeigt wie sich das so mit Titeln und Bildung verhält. Ich mag Menschen die trotz ihrer Genialität auf dem Boden bleiben. Ich habe fast alle Bücher von Storl. Sie beinhalten wertvolles Wissen und erweitern den Horizont. Ebenso ist Storl ein Zeitzeuge, erinnert mich an Gandalf und wer Herr der Ringe mag, mag auch die „Geschichten von Storl.
So lesen sich seine Bücher, wie Geschichten, er führt Mythologie, Lebenserfahrung, Pflanzenwissen, Völkerkunde und wissenschaftlich untermauerte Erkenntnisse gekonnt zusammen und formt daraus fundierte und sehr gut recherchierte Bücher.

Eigentlich wollte ich über was ganz anderes schreiben

… doch heute sah ich Bilder, Videos und Gejammer über den Zustand (Trockenheit) unserer Wälder und da kam mir dieses Buch von Storl in den Sinn. Was ich wärmstens empfehlen kann. Eigentlich sind alle Storl Bücher lesens- und empfehlenswert, doch das Waldbuch ist im Moment sehr am Puls unserer Zeit und beinhaltet eben das „Trend-“ Thema Wald. Nachdem ich es gelesen habe, bin ich zu der Meinung gekommen, dass die Natur ihren eigenen Weg geht, ohne unser Zutun. Dort, wo wenig eingegriffen und modelliert wird, dort sind die Wälder gesünder und auch resistenter. Es siedeln sich Bäume und Pflanzen an, die zum Klima und Standort passen. Die Robinie beispielsweise, könnte ein Baum der Zukunft sein. Storl merkt auch an, dass wir bereits in unseren Breitengraden warmes Klima hatten, dass im Rhein Krokodile und Nilpferde angesiedelt waren. Auch Feigenbäume und mediterrane Pflanzen wuchsen laut den Schriften von Hildegard von Bingen hier.

Abholzung der Wälder

Immer wieder gerät die Abholzung des Regenwalds in den Fokus. Der Leser erfährt, dass auch in der Taiga fleißige Holzfäller unterwegs sind. Ein bisschen Taiga steckt halt in jedem Taschentuch und Versandkarton. Wir brauchen ja nur in unsere unmittelbare Umgebung zu schauen, wo große Flächen der Windkraft weichen – aber auch da wird sich der Löwenzahn irgendwann seinen Weg durch den Beton bahnen. Windkraft, ein Monument aus der Urzeit könnte man meinen, wenn man an die platzsparende Solarzelle auf dem Dach denkt. Aber auch über viele andere Dinge gibt es zu lesen. Aktuell bin ich an seinem „neusten“ Buch „Einsichten und Weitblicke„* dran. Ich bin schon gespannt was Storl diesmal alles aufdeckt.

Ich wünsch euch einen gemütlichen Abend mit einem guten Buch.
Eure Natascha

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Natvana

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