Im Boot der Kurzarbeit

Hallo meine Lieben,

bisher sind wir verschont geblieben – nun ist auch bei uns die Kurzarbeit angekommen. Ich schätze, in der Branche meines Mannes ist es ähnlich wie auf dem Immobilienmarkt, es brauchte seine Zeit bis auch dort die Krise ankommt. Ob das nun an der „Vorsichtigkeit“ der Konsumenten oder an der Kaufkraft (Kurzarbeit/Jobverlust) liegt, oder an allen Faktoren vermag ich nicht zu sagen.
Ich schätze, dass sich die wirtschaftlichen Probleme früher oder später durch alle Sektoren ziehen und sich mit Herbstbeginn zuspitzen. Ausgenommen vermutlich Lebensmittel, Drogerie, Apotheken, Krankenhaus, Altenheim, Netzbetreiber (Telefon u.ä.).

Zum Glück kein Haus

Das beweist mal wieder, dass wir gutes Karma hatten. Unser Glück, dass es nicht mit dem Haus geklappt hat. Das wäre ein hässlicher Spagat geworden. Wir hätten nämlich fast eines gehabt, wenn andere nicht schneller gewesen wären. Nun sind wir erstmal von dem Gedanken und der Verpflichtung eines Hauses weg. Wirtschaftlich sind wir erst an er Spitze des Eisberges, jetzt ist es wichtig bundesweit auf dem Arbeitsmarkt flexibel zu bleiben. Der Job kann jeden Tag weg sein, auch wenn es der Firma zuvor gut ging. Anfangs war ich dem ganzen noch positiver gegenüber eingestellt, da hatte ich noch nicht die Konsumenten-Stimmung berücksichtigt. Ohne Konsum natürlich keine Wirtschaft. Aus Insiderkreisen (Kundengewinnung und Management) höre ich von Anrufbeantwortern, toten Leitungen, Firmen die nicht mehr existieren. Entscheider die nicht mehr in den jeweiligen Firmen beschäftigt sind. Vielerorts ist die Stimmung gedrückt, die Menschen weinen, weil die Existenz dahinsiecht (was völlig verständlich ist). Aber man sieht eben auch das Kurzarbeit nicht gleich Kurzarbeit ist. Mein Onkel ist seit März im wöchentlichen Wechsel in Kurzarbeit – heißt eine Woche zur Arbeit, eine Woche zu Hause. Sein Verlust ist zu verkraften, weil sein Chef (der zum Mittelstand gehört) das Defizit fast vollständig an seine Mitarbeiter auszahlt. Das basiert auf Freiwilligkeit und ist ein positives Beispiel der Kurzarbeit, auch so etwas gibt es.

Krawall & Remmidemmi

Unzufriedenheit, Perpsektivlosigkeit und Hoffnungslosigkeit scheinen bei manchen Leuten auch die Hemmschwellen runterzusetzen. Ich denke nicht, dass es in Stuttgart um das tatsächliche Drogendelikt ging, sondern dass der Auslöser zu dieser Eskalation tiefergehende Wurzeln hatte. Warum sollten Menschen wegen einem „Furz“ eine Einkaufsstraße zerlegen? Und auch hier in unserem kleinen und gediegenen Örtchen, lässt sich die Zerstörungswut beobachten. Wir stehen vor den gleichen Problemen, nur noch nicht in dem Ausmaß. Hier werden auch die Scheiben von den Bushaltestellen, Fahrplänen und beispielsweise vom Musikheim eingeworfen. Die hier fehlende (abgebaut) Polizeipräsenz tut sein übriges dazu. Ich komme noch aus einer Zeit, da hat man die Polizei freundlich begrüßt, wenn man ihr auf der Straße begegnet ist. So wurde man erzogen. Zu Hause hätte es ne Tracht Prügel gegeben, wenn man sich nicht gesellschaftskonform Verhalten hätte. Heute kann das eigene Kind einen anzeigen, wenn’s Mist baut und was von den Eltern auf die Finger gibt. Unter diesem Aspekt, wäre es sinnvoll den Strafkatalog anzuheben, denn wen schreckt „Popo pudern“ schon ab? Die Finanzen tun am meisten weh, deswegen sollte man Vandalismus in Rechnung stellen können und wenn kein Geld zum bezahlen da ist, sollte es abgearbeitet werden. Nicht im Büro, wo kämen wir dahin? Pferdeboxen ausmisten ist sehr anstrengend, da gibt es viele Möglichkeiten die mir einfallen würden. Ich bin dann mal auf die Entwicklungen im Herbst gespannt.

Mal weg von Politik und Gesellschaft…

weil das sowieso nur ein Faß ohne Boden ist. Denn es gibt ja auch immer was Positives zu erzählen. Mein Mann hat vor 2-3 Wochen den Disney Channel für uns eingerichtet. Zuerst fragte ich mich, was ich damit denn soll. Wir alle saßen auf dem Sofa und dann ging es los, mit dem Klassiker „König der Löwen“. Einer der Filme, für den ich mich nie wirklich begeistern konnte, gilt ebenso für Glöckner von Notre-Dame, Bambi, usw. Pauschal lässt sich sagen, dort wo gestorben wurde und Dramaqueen war, wurde ich kein Fan von. Nach dem „König“, habe ich noch „Pocahontas“ gesehen, den ich auch vorher schon sehr gut leiden konnte und dann noch Viana. Mein Lieblingslied aus Pocahontas ist „Großmutter Weide – Lausche mit dem Herz“. Ja und was soll ich sagen? Ich glaube ich bin Vaiana Fan geworden. *lach* Ein positiver und unbefangener Film mit einem gewissen Grad an Tiefe. Mir hat er unheimlich gut gefallen, als hitzeliebender Mensch hat mir auch die Location besonders zugesagt. Von Vaiana auch Moana genannt mag ich am liebsten das Original in der Akustikversion „We know the way von Opeteia Foa’i“. Mein Musikgeschmack ist allumfassend, zum Zocken höre ich gern Metalcore oder Dubstep, zum chillen höre ich Indie, Weltmusik, Filmmusik. Ich bin da nicht festgelegt. Ich finde auch Jukeboxhero in der Foreigner & 21th Orchestra Version saugut. Abschließend zu sagen ist, dass die Idee meines Mannes mit dem Disnery Channel ne feine Sache war. Das Angebot ist vielfältig und das, was ich bisher gesehen habe, hat mir gefallen. „Eilliot der Drache“ war auch darunter und kann ich auch wärmstens empfehlen. Wenn noch ein paar Taler übrig sind, dann ist der Disney Channel eine Überlegung wert.

Einen schönen Sonntag,
eure Natascha

Natvana

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