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Zero Waste. Die fliegende Untenrumtasse.

Hallo meine Lieben,

letztens habe ich beim DM im “speziellen” Regal für die Frau eine Menstruationstasse entdeckt. Durch das witzige Marketing mit fliegenden Untertassen, Einhörnern und lustigen Zeichnungen ist sie mir direkt aufgefallen. Ebenfalls gepunktet hat die Menstruationstasse durch die 50% Gewinnabführung für soziale Projekte. Das hat mich überzeugt und unterstütze ich gerne.

Für mich ist so eine Menstruationstasse nichts Neues. Denn ich habe auch schon in der Vergangenheit erfolgreich auf diese Tampon Alternative zurückgegriffen. Meine alte Tasse ist für meine Blutungsstärke deutlich zu klein geworden. Mit Pille war sie ideal, doch für die natürliche Blutung viel zu schwach. So witzig wie meine neue Tasse aufgemacht ist, war bisher noch keine. Das Gegenteil ist eher der Fall. Die Werbung dafür ist meistens langweilig und öde.

Papperla Cup – diese besonders weiche Tasse fällt auf und wirbelt die schnöde Staubschicht der Menstruationstassen gehörig auf. Endlich gibt’s eine Tasse, die die Benutzung attraktiv und zeitgemäß gestaltet, dachte ich. Wenn du im Umgang mit Tampons geübt bist, dann ist die Handhabung solch einer Tasse ein Klacks für dich.

Die Beschreibung auf der Verpackung ist leicht verständlich im Comic Stil dargestellt. Einfacher geht’s nicht. Die Tasse wird zusammengedrückt bis ein “U” entsteht, eingeführt und dann lässt man sie einfach aufploppen. In der Box, die zum Teil aus Bio Plastik und mineralölfreien Farben besteht befindet sich eine weitere ausführlichere Anleitung und weitere Informationen. Das wars auch schon. Sie ist aus medizinischem Silikon (antiallergen). Kann also bis zu 12 Stunden je nach Blutungsstärke im Inneren verbleiben und trocknet die Schleimhäute nicht aus. Auf diese Zeitspanne komme ich nicht, denn dafür ist meine Blutung zu stark. Um ein sicheres Gefühl zu haben und für den Fall das was daneben geht, benutze ich zusätzlich noch eine konventionelle Binde. Hier ist meine Anwendung eher noch auf Babystep Niveau, trotzdem spare ich auf längere Sicht Geld und Müll. Monatshygiene ist ohnehin so ein heikles Thema. Einerseits obliegen diese Artikel der Luxus Steuer, andererseits steht zur Debatte, ob Frauen nicht noch zusätzlich für die Entsorgung belastet werden sollen, weil Tampons durch eine falsche Entsorgung die Weltmehre verschmutzen. Daher lohnt sich der Umstieg auf eine Menstruationstasse allemal, denn wer weiß was da noch künftig auf uns zukommt. Wir werden ja in vielerlei Hinsicht benachteiligt und zahlen auf sämtliche Artikel ohnehin schon den Frauen Aufschlag.

Und was die Tasse angeht, da lässt sich die Ansammlung einfach über die Toilette entfernen, mit Wasser ausspülen und die Tasse wieder einsetzen. Unterwegs bzw. auf öffentlichen Toiletten schadet es nicht eine Flasche Wasser dabei zu haben oder man sterilisiert indem man darüber pinkelt (Eigenurin). Klingt eklig, aber so funktioniert die Natur eben. Durch die lange Tragedauer kann es aber auch gut sein, dass man auch ohne Wechsel auskommt. Das wars schon. Wenn das monatliche Drama vorbei ist, wird die Tasse wieder sicher platziert im Schneebesen ausgekocht und im Beutel aufbewahrt. Dieser gehört zur Ausstattung dazu, nebst ein paar lustigen Stickern.

Inzwischen gibt es neben den Menstruationstassen schon weitere Ausweichmöglichkeiten z. B. auf wiederverwendbare Monatshöschen, Binden und Tampons. Die auch innovativ und zuverlässig sein sollen. Da kann ich allerdings noch keine Erfahrung mitteilen, weil ich bis jetzt nur Menstruationstassen ausprobiert habe. Die meiner Meinung nach eine echt gute Alternative zum konventionellen Tampon sind und sich bewährt haben.

Natürlich ist das kein besonders angenehmes Thema aber wenn man nicht darüber redet, dann kann sich auch nichts verändern. Jeder Supermarkt sollte eine Menstruationstasse im Regal bei den Binden haben. So hat jeder die Chance darauf aufmerksam zu werden und darauf auszuweichen, wenn man möchte.

Inzwischen schreibe ich Supermärkte und Discounter an, um meine Kundenwünsche mitzuteilen. Das bekundet Interesse und kann auch zu Umstellungen im Sortiment und Zusammensetzungen führen, sofern Anfragen gehäuft auftreten. Unterm Strich sind die Zahlen ausschlaggebend und die werden am Ende des Tages von uns Verbrauchern bestimmt.

Alles Gute und viele Grüße
Natascha